Honorar

I. Gerichtsgutachten

Bei Gerichtsgutachten richten sich die Kosten für ein Gutachten nach dem sogenannten Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetz (JVEG).

Bemessungsgrundlage hierfür ist der erbrachte Zeitaufwand. Für die Fertigung eines Verkehrswertgutachtens wird zum Beispiel ein Betrag in Höhe von € 90,00 pro Stunde zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer berechnet.

Für die Erstellung von Mietwertgutachten beträgt der Honorarsatz € 110,00 pro Stunde zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Zusätzlich fallen Kosten für notwendige Auslagen an. Der erbrachte Zeitaufwand umfasst neben der Erstellung des Gutachtens Vorbereitungshandlungen, Objektbesichtigungen, Erstellen der Anlagen sowie die Nachkontrolle.

Als Beispiel sei angeführt, dass für die Erstellung eines Gutachtens eines durchschnittlichen Wohnobjektes etwa 14 - 22 Stunden anfallen dürften.

II. Privatgutachten

Die Honorierung für Privatgutachten richtet sich, soweit nichts anderes vereinbart, nach § 34 HOAI (Honorarordnung für Architekten und Honorare), wonach sich das Honorar grundsätzlich nach dem vom Sachverständigen ermittelten Wert des Objektes bemisst.

Da auch die Bewertung von kleineren Objekten erheblichen Zeitaufwand mit sich bringen kann, gibt es ein Mindesthonorar.

Neben der Erstellung des Gutachtens fallen auch hier die erforderlichen Auslagen für die Beschaffung der relevanten Unterlagen (Grundbuchauszug, Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis, etc.) an.

Für ein normales Einfamilienhaus dürften Gutachtenkosten in Höhe von etwa € 1.400,00 bis
€ 1.700,00 einschließlich Auslagen und Mehrwertsteuer entstehen.

Die Vereinbarung von Pauschal - und Zeithonoraren (abweichend von der HOAI) ist möglich.

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